Muss ich...? Ich habe doch (k)eine Wahl!

Eine gute und eine schlechte Nachricht!

 

Du hast immer die Wahl, auch wenn du denkst, die Umstände, der Alltag, die Verpflichtungen würden dich dazu zwingen, das zu tun, was du tust. Dinge so oft zu tun, zu denen du dich verpfllichtet fühlst, weil es deine Familie, Freunde, Bekannten, Kollegen oder Chefs von dir erwarten.

Jeden Tag hast du die Wahl...

 

Aber, manchmal haben wir einfach vergessen, dass wir tatsächlich die Wahl haben, unsere Realität jeden Tag wieder neu zu gestalten, weil wir in unseren Abläufen scheinbar gefangen sind. Im Laufe der Zeit werden durch ständige Wiederholung diese Abläufe zementiert. Auf der einen Seite verheißt diese Routine vermeintliche Sicherheit, auf der anderen Seite verkümmert langsam unsere Seele, deren Auftrag es ist zu lernen, zu wachsen, sich zu ent-wickeln.

 

Wie kann sich die Seele entwickeln, wenn wir jeden Tag das Gleiche tun?

 

Du brauchst nicht zu befürchten, es ginge hier um Erleuchtung oder spirituelle Abgehobenheit. Nein, es geht eigentlich nur darum, im Alltag glücklich zu sein. Dinge zu machen, die dir Spaß machen und davon mehr zu tun, als Dinge, die dir keine Freude machen. Eigentlich ganz einfach! Wenn ein jeder nur wüsste, was es ist, was ihm wirklich Freude macht, was seine Seele aufatmen lässt. Und das hat nicht nur mit Geld zu tun, eigentlich gar nicht, wenn ich es richtig überlege. Auch, wenn die meisten denken, sie würden richtig glücklich nur in den teuersten Wochen des Jahres, im Urlaub, sein können.

 

Funktionierst du nur oder lebst du schon?

 

Wenn wir die Wahl haben jeden Tag, warum tun wir meisten dann ständig Dinge, die eigentlich nur eine Ersatzbefriedigung, einen faulen Kompromiss darstellen? Bequem auf der Couch abhängen, im Fernsehen ständig alle Programme rauf und runter zappen, in den Pausen den Kühlschrank nach Essbarem absuchen, Bier oder Wein trinken, bis der Arzt kommt, um sich dann saft- und kraftlos mit schlechtem Gewissen vorzunehmen, dass irgendwann alles anders werden soll. Wenn die Umstände sich verändert haben, die Kinder aus dem Haus oder wir in Rente sind, keine Verpflichtungen mehr uns daran hindern, das zu tun, was wir gern tun wollen und was gut und sinnstiftend für uns ist. Wenn wir einfach mehr Zeit haben und und und. Haben wir wirklich nicht die Zeit und die Möglichkeiten?

 

Was bringt deine Seele zum Singen?

 

Weißt du noch, was dich wirklich wirklich glücklich macht? Wann warst du das letzte Mal wirklich total glücklich, hast vor lauter Glück die Zeit vergessen, vollkommen eins mit dem Augenblick und dachtest, die Zeit bleibt einfach stehn? So wie ein Kind, dass völlig in seinem Tun versunken ist und nichts mehr um sich herum wichtiger ist, als das was es gerade tut. Erinnerst du noch, was das für Momente waren, die du als Kind erlebt hast? Was hast du als Kind geliebt zu tun? Weißt du das noch oder sind diese Erinnerungen von all den Erwartungshaltungen und Konditionierungen überlagert und für dich nicht mehr zugänglich? Wenn du in das 'Museum deines Lebens' gehen würdest, wo alle diese Augenblicke in Form von Bildern gespeichert sind, was wären das für Bilder, die diese tiefen erfüllten Eindrücke in dir hinterlassen haben?

 

Warum eine Liste mit den Dingen, die du nicht gern tust, hilfreich sein kann!

 

Weißt Du noch, was du für Hobbies als Kind hattest, welche Leidenschaften, die im Laufe des Lebens wegen vermeintlicher Unfunktionalität wieder ad acta gelegt und vergessen wurden? Deine Umwelt hat dich vielleicht dazu ermutigt oder gezwungen, dich mit vernünftigen zielführenden Dingen zu beschäftigen, die dich weiter bringen im Leben und hauptsächlich im Hinblick auf deinen Lebensunterhalt sinnvoll erschienen. Darüber hast du vielleicht ganz vergessen, woran du wirklich einmal Spaß gehabt hast. Könntest du dich hinsetzen und ad hoc zehn Dinge aufschreiben, die dich wirklich glücklich machen? Nein, dann kann es hilfreich sein, aufzuschreiben, welche Dinge du absolut nicht magst. Du wirst feststellen, das fällt dir wahrscheinlich sehr viel leichter. Einfach, weil wir uns ständig damit beschäftigen, was wir eigentlich nicht wollen.

 

Liebhabereien kultivieren!

 

Wenn du dann davon genau das Gegenteil aufschreibst, könnte es den Kern treffen. Schreib auf, welche Menschen, Orte, Tätigkeiten dir Freude und Energie schenken, welche Bücher, welche Musik und welche Filme. Und dann schenke dir die Zeit und verabrede dich mit dir selbst, um diese Zeit mit Dingen zu genießen, die dir Kraft und Freude schenken, dir wieder Energie für den Alltag geben. Mindestens einmal in der Woche. Denn:

 

Wer nicht genießt, wird ungenießbar!

 

Schließlich machst du auch deinen Mitmenschen die größte Freude, wenn du zuallerst an dich selbst denkst und gut für dich sorgst. Niemand hat etwas davon, wenn du dich für alle und jeden aufopferst und deren Erwartungen erfüllst und dabei energetisch ausblutest und auf Dauer erschöpft im Burnout landest. Wenn du dich selbst wie einen guten Freund behandelst und zuvorkommend dir selbst gegenüber bist, dann wirst du auch wieder sehr viel mehr Energie für die weniger geliebten Dinge haben, deine Resilienzfähigkeit wird steigen, so dass du auch mit Belastungen im Alltag sehr viel gelassener umgehen kannst.

 

Deine Wortwahl spiegelt deine Einstellung und deine Einstellung macht den Unterschied!

 

Und schließlich ist es interessant zu betrachten, was müssen wir eigentlich wirklich? Es macht einen Unterschied, ob du sagst: 'Ich muss das tun!' Oder, ob du sagst: 'Ich kann das tun!' Oder: 'Ich werde das tun!' Deine Einstellung ist eine andere, auch wenn du das Gleiche tust. Denn, was müssen wir, außer Atmen und Sterben? Du bekommst deine Handlungsfähigkeit zurück, wenn du bei jeder Tätigkeit diesen Unterschied für dich sehen kannst. Dann können selbst Alltagstätigkeiten mit Liebe getan werden, weil du die Wahl für dich erkannt hast. Es ist dann sogar schon fast egal, was du tust, weil dem eine bewusste Entscheidung voraus gegangen ist. Probiere es gern aus!

 

 

 Glück

   bedeutet für mich ...

 wach zu sein,

 frei zu sein,

 der Stille zuzuhören,

 lieben und lachen können,

 Momente, die mich tief berühren,

  mit Menschen an meiner Seite,

die mich inspirieren und

von denen ich verstanden werde.